16 Hektar an der A1 Gewerbepark Sottrum

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    Sottrum. Start der Vermarktung der 16 Hektar großen an der Autobahn zwischen Bremen und Hamburg gelegenen Gewerbefläche war 2014. Auf den ersten Blick scheint sich seitdem nicht viel getan zu haben. Nur eine Fläche wurde, wie der Blick über die Autobahn zeigt, bebaut. Doch der Schein trügt. Sottrums Gemeindedirektor Holger Bahrenburg bestätigt den äußeren Eindruck, dass sich nichts tue. Aber dem sei nicht so. Nach zwei Jahren Vorlaufzeit unter der Ägide einer Vermarktungsgesellschaft nahm die Gemeinde Sottrum 2016 Vermarktung und Akquise selbst in die Hand, so Bahrenburg. „Es ist die richtige Entscheidung gewesen“, betont der Gemeindedirektor. Allerdings nähmen die Vorbereitungen viel Zeit und Arbeit in Anspruch. Mit dem Unternehmen Highland Stall & Weide aus Oyten wurde jetzt ein zweiter Abschluss für den „A1 gewerbepark sottrum“ in trockene Tücher gebracht. Anfang 2018 wird nach Beendigung sämtlicher Genehmigungsverfahren voraussichtlich mit der Bautätigkeit begonnen. 

    Foto: Steffi Stuber

    „Der Standort Sottrum ist so attraktiv, dass wir wöchentlich Anfragen nach Gewerbeflächen haben.“ Den Eindruck, dass sich die Vermarktung der Gewerbeflächen schwierig gestalte, weist Bahrenburg von sich. „In den letzten eineinhalb Jahren haben wir die Vermarktung auf den Stand gebracht, den wir wollten“, kontert der Gemeindedirektor. So konnte auch mit dem Werbemittel-Großhandel Inspirion eine für beide Seiten zufriedenstellende Lösung herbeigeführt werden. Denn eigentlich waren die Verhandlungen bereits geplatzt, da tat sich mit dem Gewerbegebiet Hansalinie II nördlich des Gewerbeparks eine neue Option auf. Mit 95.000 Quadratmetern, der Gesamtfläche von Hansalinie II, sei es ein relativ großer Abschluss, wie Bahrenburg mit Stolz verkündet. Auch bei Inspirion wird die Bautätigkeit Anfang 2018 beginnen. Gesamt gesehen seien damit 14 Hektar Gewerbefläche verkauft.

    Foto: Steffi Stuber

    Die Auswahlkriterien für Neuansiedlungen von Unternehmen legte der Verwaltungsausschuss der Gemeinde Sottrum fest. Danach handelt es sich laut Aussage des Gemeindedirektors um ein Gewerbegebiet für mittelständische Unternehmen, die Arbeitsplätze schaffen. „Wir wollen in Sottrum Arbeitsplätze schaffen, das steht an vorderster Stelle. Daher sagen wir reinen Logistikunternehmen ab.“ Bahrenburg versichert, den Wünschen von Interessenten zu entsprechen und so zu vermessen, dass es für Gemeinde und Unternehmen passt, Natürlich sei die „erste Reihe“ aufgrund der Sichtweite zur A 1 die beliebteste Lage. Die ändere aber trotzdem nichts an dem für das Gewerbegebiet aufgerufenen Verkaufspreis von 37,50 Euro pro Quadratmeter. Als klarer Standortvorteil des Gewerbeparks sei die Lage zwischen Bremen und Hamburg und Nähe zur A 1 mit guter Anbindung durch Autobahnzufahrt, die direkt „vor der Tür“ liegt, zu nennen. Noch frei sind zurzeit 14 Hektar des A 1 Gewerbepark Sottrum. Mit einigen Unternehmen gibt es bereits Verhandlungen, die kurz vor dem Abschluss stehen. Danach seien fünf Hektar verkauft, 1,2 Hektar reserviert, so dass noch etwa zehn Hektar zur Disposition stehen. Durch den Verkauf sei erst einmal der Druck raus, so dass man nun in Ruhe weiter vermarkten könne, sagt Holger Bahrenburg. “Es tut sich was“, so sein Fazit.

    Rieke Hesse, Mitglied des Gemeinschaftsvorstands des Gewerbeverein Sottrum, ist froh über Gewerbeflächen in Sottrum. „Wir erhoffen uns durch neue Unternehmen Arbeitsplätze und die Stärkung unserer eigenen Gewerke.“ Auch sie bestätigt den Eindruck der etwas schleppenden Vermarktung. „Ich bin aber froh, dass es jetzt läuft“, sagt die Sottrumer Unternehmerin. Auch der Gewerbeverein befürwortet die vorrangige Ansiedlung mittelständischer Unternehmen. Sottrumer Unternehmen seien noch gut im Ort aufgestellt, aber die Option zu haben, erweitern zu können und die Gemeinde nicht verlassen zu müssen, die müsse gegeben sein. Die Lage ist top mit der Autobahn vor der Tür, sagt sie voller Überzeugung.

    Sabine von der Decken
    Sabine von der Decken
    Geboren 1957 in Nordrhein-Westfalen, Studium der Diplom-Biologie in Bremen und Oldenburg. Seit mehr als 20 Jahren freie Mitarbeiterin Weser Kurier Bremen, arbeitet zudem für Fachmagazine wie Land und Forst und Gartenbauprofi.
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